Vögel - Verein Beastie Dreams

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Kunst
für
Naturschutz
Vögel
Beschreibung

Materialien:

  • Gicléedrucke künstlerischer Tiermotive auf 270 gr schwerem säurefreien Papier
  • jedes einzelne Motiv wird händisch nachkoloriert, um die Farben der Pigmentdrucke zum Leuchten zu bringen
  • eine Passepartout-Rahmung unter Verwendung hochwertigen Materials
  • rückseitige Verstärkung mit einem Aufhänger
  • ein edel gestaltetes Booklet mit den Texten aller Motive

Maße (Breite x Höhe):

Motiv:  
Hochformat 12 x 18 cm / Querformat  18 x 12 cm

Passepartout:
Hochformat 24 x 30 cm  /  Querformat 30 x 24 cm

Preis: 39 EURO
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Der Grünfink

Ein hübscher Zungenbrecher:
Im dichten Finkendickicht nicken dicke Finken tüchtig.

Aber es gibt auch anderes über den Grünfink zu berichten: so erzählt man sich in Frankreich, dass er geholfen habe, das Grab Christi zu finden. Die lautmalerische  Version seines Rufens "Dizo, dizo sis´ pir" wurde als "dessous, dessous cette pierre" - "unter, unter diesem Stein" - gedeutet.

Und dann gibt es noch ein Märchen von Oscar Wilde, „The Devoted Friend“ in dem der Grünfink, („linnet“ eigentlich Hänfling) der Wasserratte eine Geschichte über Selbstsucht erzählt und die Reaktion ist eindeutig:
“Do you mean to say the story has a moral?“
„Certainly,“ said the Linnet.
„Well, really" said the water-rat in a very angry manner, „I think you should have told me that before you began. If you had done so, I certainly would not have listened to you; in fact, I should have said Pooh, like the critic. However I can say it now“.
So he shouted out "Pooh“ at the top of his voice, gave a whisk with his tail and went back into his hole.
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Das Rotkehlchen

Das Rotkehlchen ist ein kleiner rundlicher Vogel, mit langen Beinen, großen Augen und charakteristischer roter Stirn, Kehle und Brust.
Schon in der Morgendämmerung und auch nach Sonnenuntergang erklingt sein wehmütig klingender Gesang. Wahrscheinlich dieses Gesanges wegen, tritt er in zahlreichen, vorwiegend christlichen, Legenden als tröstender Begleiter auf.

Aber auch in einer Sammlung indianischer Legenden aus dem 19. Jahrhundert gibt es eine sehr modern anmutende Legende um einen Vater, der sein einziges Kind mit aus Liebe geborenem Ehrgeiz in den Tod treibt und darüber verzweifelt. Der als Rotkehlchen wiedergeborene Sohn tröstet seinen Vater mit herrlichem Gesang.

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Die Nachtigall

Mitten in dem Saale, wo der Kaiser saß, war für die Nachtigall eine kleine goldene Säule aufgestellt worden. Der ganze Hof war hier versammelt und das kleine Küchenmädchen hatte die Erlaubnis bekommen, hinter der Türe zu stehen, denn sie hatte den Titel einer wirklichen Hofköchin erhalten. Alle Anwesenden waren in Gala und aller Augen waren auf den kleinen grauen Vogel gerichtet, dem der Kaiser freundlich zunickte.
Und nun sang die Nachtigall so entzückend, dass dem Kaiser die Tränen in die Augen traten - ja, die Tränen liefen ihm über die Wangen herab - und nun sang die Nachtigall noch schöner, dass es Jedem tief zu Herzen ging. Der Kaiser war so befriedigt, dass er der Nachtigall eine große Auszeichnung zuteil werden ließ, nämlich die, einen goldenen Pantoffel um den Hals zu tragen. Aber die Nachtigall dankte für diese Ehre und sagte, sie sei schon hinreichend belohnt.
Das ganze wunderbare Märchen von Hans Christian Andersen kann man auf https://www.projekt-gutenberg.org/andersen/maer-03/chap031.html lesen.
Es geht in dem Märchen um die heilende Kraft der Natur, die niemals durch Geld und Pracht ersetzt werden kann.

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Die Amsel

Wenn die Amseln zwischen dem Löwenzahn herumwuseln, dann ist Frühling- was für eine herrliche Zeit bricht an, bald wird alles grün sein, die Bäume, die Sträucher!

Und es gibt einen schönen Text: "Morning has broken, Blackbird has spoken!" - ursprünglich ein gälisches Volkslied - ist dieses Lied, mit dem englischen Text von Eleanor Farjeon aus dem Jahre 1931 in der Interpretation von Jussuf Cat Stevens, weltberühmt geworden - ein Triumph der Auferstehung.

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Der Haussperling

Der Haussperling – land- und beiläufig auch „Spatz“ genannt, ist in seiner graubraunen Erscheinung denkbar unauffällig, aber genau diesem kleinen Vogel gelingt es mühelos, unser Aller Herz zu gewinnen.
Irgendwie immer und überall da, im Sommer, wie im Winter, am liebsten in großen Gruppen, lustig tschilpend, quirlig, frech provozierend.

"Oh du mein süßes Spatzerl“ hat mein Vater meiner Mutter geschrieben. Und Frankreich nannte seine weltweit geliebte Sängerin Edith Piaf den „Spatz von Paris“.

Bescheiden und anpassungsfähig, lärmend und übermütig gehören er und sein Bruder, der Feldsperling einfach zu unserem Leben, in der Stadt und auf dem Land und wir möchten ihn nie missen.

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Die Kohlmeise

"Auguste, wie fast jede Nichte,
Weiß wenig von Naturgeschichte.
Zu bilden sie in diesem Fache,
Ist für den Onkel Ehrensache.
»Auguste«, sprach er, »glaub es mir,
Die Meise ist ein nettes Tier.
Gar zierlich ist ihr Leibesbau,
Auch ist sie schwarz, weiß, gelb und blau.
Hell flötet sie und klettert munter
Am Strauch kopfüber und kopfunter.
Das härtste Korn verschmäht sie nicht,
Sie hämmert, bis die Schale bricht.
Mohnköpfen bohrt sie mit Verstand
Ein Löchlein in den Unterrand,
Weil dann die Sämerei gelind
Von selbst in ihren Schnabel rinnt.
Nicht immer liebt man Fastenspeisen,
Der Grundsatz gilt auch für die Meisen.
Sie gucken scharf in alle Ritzen,
Wo fette Käferlarven sitzen,
Und fangen sonst noch Myriaden
Insekten, die dem Menschen schaden;
Und hieran siehst du außerdem,
Wie weise das Natursystem."

[Wilhelm Busch]
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Der Eisvogel

Wer einmal in Prag war, dem ist sicher ein immer wiederkehrendes Motiv aufgefallen - prominent am Altstädter Brückenturm: Der Eisvogel im Liebesknoten, als Symbol einer ewigen Liebe. Auch dieses schöne Bild gründet sich auf eine Erzählung aus der Antike.

Ovid,ein römischer Dichter, der mit seinen Metamorphosen (Verwandlungen) auch heute noch Lateinschüler in Verzweiflung stürzen kann, erzählt schon vor über 2.000 Jahren von so einer großen Liebe. Nach dem Tod ihres Mannes will sich die Frau voll Verzweiflung ins Meer stürzen, aber die Götter verwandeln beide in Eisvögel und schenken ihnen hoffentlich ewiges Leben!

Unlängst saß ein Eisvogel in meinem Garten - und ich fühlte mich wirklich geehrt!

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Der Eichelhäher

Ein Glückspilz, wer eine blaue Feder vom Eichelhäher findet!

Der Eichelhäher gehört in die Familie der Rabenvögel, die als besonders intelligent gelten. Er wird auch Wächter des Waldes genannt. Durch seine Fähigkeit den Ruf anderer Vögel nachzuahmen, kann er die anderen Waldbewohner bei Gefahr warnen.
Auf YouTube kursiert ein Video, in dem er Katzengeschrei - täuschend echt –imitiert. Es gibt eine christliche Legende, in der der Eichelhäher ursprünglich zur Gänze leuchtend blau war, und ihm zur Strafe, weil er Christus an seine Verfolger verriet, nur ein kleiner Rest seiner Pracht geblieben ist. Diese unfaire Geschichte dürfte auf erbitterte Jäger zurückzuführen sein, vor deren Jagdgelüsten der aufmerksame Vogel die anderen Tiere warnte.

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Der Wiedehopf

Dieser sehr auffallende Vogel ist,  wie es sich gehört, der Hauptdarsteller in einer Komödie, die vor 2.500 Jahren ihre Uraufführung hatte - "Die Vögel" von Aristophanes (ca. 450 - 380 v. Chr):

Zwei von Schulden geplagte Menschen, die mit den politischen Umständen in ihrer Heimat nicht einverstanden sind, überreden den Wiedehopf - einst auch ein Mensch, strafweise von den Göttern in einen Vogel verwandelt und nun König der Vögel - zwischen Erde und Himmel ein für die Vögel ideales Zwischenreich – das Wolkenkuckucksheim zu errichten.

Menschen aus unterschiedlichsten Berufen versuchen aus dieser Gründung Profit zu ziehen, sie werden ordentlich verprügelt und verjagt. Auch die Götter müssen der Gründung letztlich zustimmen, denn durch das Wolkenkuckucksheim sind sie von den Menschen und ihren Opfern abgeschnitten und müssten jämmerlich verhungern. Dieses Stück lässt sich natürlich den jeweiligen politischen Gegebenheiten gut anpassen und in einer eher derben Sprache geschrieben, werden die Schwächen der Menschen schonungslos aufgezeigt. Die vielen Vögel, die darin auftreten, geben dem Kostümbildner jede Menge Raum für seine Phantasie - man kann verstehen, dass diese Komödie die unglaublichen 2500 Jahre überstanden hat.

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Die Blauracke

Es gibt zwei berühmte Naturstudien von Albrecht Dürer - die eine zeigt eine tote Blauracke, die andere nur mehr einen ausgerissenen Flügel.
Meisterhafte Aquarelle - gemalt um 1500 - zeigen leider das gegenwärtige Schicksal dieses prachtvollen Vogels. Eigentlich zur heimischen Fauna gehörend, wie Storch und Mauersegler, gibt es kaum mehr Brutpaare.
Aber es gibt immer wieder beherzte Menschen, die das Aussterben einzelner Tierarten nicht einfach hinnehmen wollen. Und erste Erfolge gibt es, wie man im Internet nachlesen kann!

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Der Storch

Zuerst die gute Nachricht: der weltweite Bestand an Weißstörchen ist stark angestiegen. In Österreich ist er größer als zur Zeit der ersten Zählung 1934.

Interessant ist, dass die europäischen Weißstörche zwei verschiedene Routen nehmen, wenn sie im Herbst nach Afrika fliegen: die Westzieher über Frankreich, Spanien und Gibraltar in die westafrikanischen Savannen und die Ostzieher über den Bosporus, das Jordantal und die Halbinsel Sinai Richtung Ostafrika.
Der Storch ist ein Segelflieger, der die warmen Aufwinde nützt, um diese weiten Flüge zu bewältigen. Da über dem Wasser nur wenig Thermik entsteht, muss er die Küste entlang fliegen.

Im Märchen wird er meist Adebar genannt: das kommt von den altgermanischen Worten "Auda" für Glück und "Bera" für tragen, gebären.
Dieser Adebar bringt einerseits die Babys, andererseits trug ihm sein stelzender, gemessener Schritt auch den Ruf des Hochmuts und der Gelehrsamkeit ein.

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Der Turmfalke

Falken sind die schnellsten Lebewesen der Welt. Sie haben ein außerordentliches Sinn- und Nervensystem. Das menschliche Gehirn kann angeblich maximal 20 Ereignisse pro Sekunde verarbeiten (mein Gehirn kann das sicher nicht), das des Falken aber bis 4x so viele!

Auch seine Sehschärfe ist überwältigend: er kann ein nur 2 Zentimeter großes Insekt aus bis zu 18 Meter Entfernung erkennen. Ist eine eventuelle Beute in sein Gesichtsfeld geraten, nickt der Falke ein paarmal mit dem Kopf; dadurch kann er das Ziel aus zwei verschiedenen Winkeln nach Größe und Entfernung einschätzen.
Seit Jahrtausenden werden Falken weltweit in Mythen und Legenden bewundert und verehrt: von Arabien bis Europa, vom amerikanischen Kontinent bis in die Mongolei.

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Der Pfau

Der Pfau kam aus Indien zu uns. Und wurde an den Fürstenhöfen Mitteleuropas seiner bizarren Schönheit wegen, zu einem beliebten Statussymbol.

In der antiken Götterwelt, die menschliche Tugenden und Untugenden, Schicksale und Tragödien, durch ihre verschiedenen Darsteller – Götter, Halbgötter, Helden, aber auch Tiere, Riesen und Ungeheuer zu erklären suchte, hat auch der Pfau seinen Platz gefunden:
die eifersüchtige Hera, Göttin der Familie und Ehe, schenkte ihrem Lieblingstier - dem stolzen Pfau - die 100 Augen des getöteten Ungeheuers Argos, das eigentlich die Geliebte ihres Mannes Zeus bewachen sollte.

So prächtig der Pfau ist, so hässlich ist sein lautes Geschrei, und immer wieder gibt es erbitterte Nachbarn, die über diese wunderschönen Tiere heftig klagen. In der christlichen Kirche zunächst als Symbol der Auferstehung gefeiert, wurde er in der mittelalterlichen Kirche zum Symbol von Hochmut und Eitelkeit.
So ist er zum wohl berühmtesten Hühnervogel geworden.

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Der Waldkauz

Es gibt viele berühmte Darstellungen von Eulen. Von Hieronymus Bosch, Albrecht Dürer, René Magritte und Pablo Picasso. Die wohl älteste uns bekannte Zeichnung ist etwa 30.000 Jahre alt und wurde In der Chauvet Höhle im Süden Frankreichs entdeckt. Aber das menschlich vielleicht ergreifendste Kunstwerk ist das Eulenhaus in Südafrika von Helen Martins. Das Lebenswerk einer einsamen Frau, traurig und bedrückend. Lustig und frech ist dagegen die Figur des Till Eulenspiegel, der mit schlauem Witz seinen Mitbürgern Probleme bereitete. Der Verfasser des Volksbuches ist unbekannt, aber schon im 16. Jahrhundert war es ein Bestseller. Nach neuester Sprachforschung leitet sich allerdings das Wort Eulenspiegel von ulen -wischen und Spegel- Gesäß ab. (Die Jäger nennen noch heute das helle Fell am Hinterteil von Reh und Hirsch Spiegel) Somit sind wir beim Götz Zitat.

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Die Schleiereule

Die Schleiereule ist die weltweit am häufigsten vorkommende Eulenart. Es sollen fast 5 Millionen Vögel sein. In Österreich ist sie sie leider durch den Verlust des Lebensraums gefährdet.
Schleiereulen sehen in der Nacht 2 bis 3mal besser als Menschen, ihr wirklich STARKES Sinnesorgan aber ist das Gehör. Der Gesichtsschleier bündelt, ähnlich einem Parabolspiegel, akustische Signale. Durch die asymmetrische Anordnung der Gehöröffnungen nimmt die Schleiereule ein Geräusch zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten wahr und kann es räumlich orten. Es genügt eine Zeitdifferenz von 0,00003 Sekunden¸ und sie findet ihre Beute auch unter einer dicken Schneedecke!

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